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15. April 2016

 

9. Mai – 71. Jahrestag des Sieges: Wer nicht feiert, hat verloren!     
 
„Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg!“ lautete der Schwur der Überlebenden am 8./9. Mai 1945 in Europa und in der Welt. Es war der Tag der Befreiung vom nazistischen Joch, der Tag des Sieges über den deutschen Faschismus. Für Millionen Menschen, Opfer der nazistischen Diktatur kam dieser Tag zu spät; für Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Zwangsarbeiter_innen. Zu spät aber auch für Kommunist_innen, Sozialdemokrat_innen, Gewerkschafter_innen, Christ_innen und viele politisch antifaschistisch Denkende und Handelnde. Sie und hunderttausende alliierter Soldat_innen, Partisan_innen, Widerstandskämpfer_innen in vielen Ländern mussten für den Sieg und die Befreiung ihr Leben geben, weil der Widerstand gegen Faschismus und Krieg in Deutschland zu schwach war. Viele, aber dennoch viel zu wenige Menschen haben Widerstand geleistet. Dabei muss der Beitrag der Sowjetunion bei der Zerschlagung des Faschismus an der Ostfront hervorgehoben werden. Soldat_innen der Roten Armee zertrümmert 506 deutsche Divisionen sowie 100 Divisionen von Hitler-Verbündeten. Bei den Kämpfen in West-Europa, Nord-Afrika und Italien wurden dagegen insgesamt 176 deutsche Divisionen zerstört. Der deutsche Antifaschist, Exilant und Veteran der Roten Armee Stefan Doernberg war einer von ihnen. Er brachte es einst in seiner Rede auf unserem Fest zum 9. Mai auf den Punkt:
 

Die Rote Armee rettete die Zivilisation.
 

 
Der Kampf um den Frieden ist auch 71 Jahre nach der militärischen Zerschlagung des deutschen Faschismus durch die Armeen der Anti-Hitlerkoalition, die antifaschistischen Widerstandskämpfer_innen und Partisan_innen unsere tägliche Aufgabe. Denn auch heute existieren immer noch Neo-Nazi-Gruppen. Neofaschistische, antisemitische, antiziganistische, rassistische und nationalistische Einstellungen gewinnen in der Welt an Popularität und gefährden ernsthaft ein friedliches Zusammenleben der Menschen in Europa, Deutschland wie auch in der Ukraine, Russland und Polen. Wir sagen:
 

Solidarität statt Nationalismus!
 

 
Neonazis und Nationalist_innen, wie die NPD, Pegida und die AfD nutzen die Krise, um Stimmung zu machen. Sie setzen auf Ängste. Die „Soziale Frage“ wird oft völkisch bestimmt und reaktionär beantwortet. Es geht dabei nicht um Lösungsansätze gegen die eigentlichen Ursachen dieser Krisen – den Kapitalismus. Antisemitismus, Antikommunismus, Chauvinismus und andere Ideologien der Ungleichwertigkeit bilden den Nährboden für neofaschistische Gewalt. Die Angriffe richten sich gegen Jüdinnen und Juden, Roma und Romnija sowie Sinti und Sintize und Migrant_innen, insbesondere Muslim_innen. Zum Feindbild gehören aber auch jene, die sich antifaschistisch und antirassistisch engagieren. Und auch heute leisten viele, aber dennoch viel zu wenige Widerstand.
 
80 Jahre nach Beginn des Spanischen Bürgerkrieges (18. Juli 1936) sowie 75 Jahre nach dem Angriff auf die Sowjetunion (22. Juni 1941), das Königreich Jugoslawien und das Königreich Griechenland (6. April 1941) wollen wir auch und ganz besonders am 71. Jahrestag des Sieges über den deutschen Faschismus bei allen antifaschistischen Kämpfer_innen bedanken, die einen Beitrag zur Zerschlagung Nazideutschlands geleistet haben. In Erinnerung und Gedenken an sie wollen wir am 9. Mai mit vielen Gästen im Treptower Park, unweit des Sowjetischen Ehrenmals, feiern. Auch im neunten Jahr organisieren wir deshalb ehrenamtlich unser nicht-kommerzielles Fest zum Tag des Sieges und feiern, essen und trinken zusammen mit den Veteran_innen, zahlreichen Gästen, Musiker_innen und Freund_innen.
 
Neben Informations- und Bücherständen, russischer Küche wird es ein deutsch/russisches Kulturprogramm mit der Musikgruppe Impuls, Trio Scho?, Bruno Punani und 44 Leningrad sowie Zeitzeugen geben.
 
Kommt am 9. Mai 2016 ab 15 Uhr! Kostenfrei!

 
AM SÜDLICHEN EINGANG ZUM SOWJETISCHEN EHRENMAL
AM Treptower Park 34-35
 
unweit des sowjetischen Ehrenmals
gegenüber der Botschaft der Republik Belarus

 

Hitler kaputt! Wer nicht feiert, hat verloren!
 

 
Basisorganisation (BO) 8.Mai der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)  
 
Antifaschistische Initiative Moabit (AIM)  
 
Autonome Antifa Berlin (A2B)
 
Interventionistische Linke Berlin
 
Stadtteilladen Zielona Gora e.V.